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Plötzlich im Studium - Ein Workshop zur Vorbereitung auf die Studienzeit

Das Hochschulstudium unterscheidet sich von der Schulzeit in vielerlei Hinsicht: Andere Begrifflichkeiten, neue Anforderungen, mehr Freiheiten, besondere Verantwortung. Diese Online-Veranstaltung richtet sich an alle, die einen Eindruck gewinnen möchten, was im Studium auf sie zukommt und worin sich die Studienorganisation von den Anforderungen der Schulzeit unterscheidet.

Neben allgemeinen Informationen durch die Zentrale Studienberatung werden auch Lehrende und Studierende der h_da den Studienalltag näher bringen.

Die Veranstaltung ist über das Buchungstool Anny buchbar.

„Sexismus“, „struktureller Rassismus“, „Islamophobie“, „Bodyshaming“, „Trauma“, „Intersektionalität“, „Privileg“, „Diversität“, „Patriarchat“, „toxische Maskulinität“, „kulturelle Aneignung“: Die Begriffe der sozialen Gerechtigkeit sind schwer zu übersehen. Sie sind in vielen Fällen nicht nur weiter gefasst als noch vor einiger Zeit (concept creep), sondern vor etwa zehn Jahren schoss auch ihre Frequenz in den Medien und der Wissenschaft weltweit steil in die Höhe.

Gründe dafür sind nicht nur gestiegene Ansprüche (Tocqueville-Paradox), selektiver Medienkonsum und eine allgemeine kognitive Negativverzerrung, sondern auch ein kommunikativer Aspekt: Moralisches Vokabular, politische Ideen und argumentative Taktiken verbreiten sich dann besonders schnell, wenn man sie für den eigenen sozialen Status, also für Prestigegewinne, in Gruppenkonflikten und im Konkurrenzkampf einsetzen kann.

Im Vortrag analysiert Philipp Hübel die Sprache der Moral als Teil eines Statusspiels, das Menschen schon immer gespielt haben. Allerdings hat es sich unser moralisches Reputationsmanagement grundlegend verändert, denn digitale Kommunikation ist kontextarm, halbanonym, und sie führt zu moralischer Vereindeutigung, gegenseitiger Überwachung und schneller sozialer Ansteckung.