Studierende sitzt auf Fels mit Blick über Norwegen

Vorbereitung

Die Organisation und Durchführung eines Praxisaufenthalts erfolgt in Eigeninitiative. Eine gute Vorbereitung startet mit der rechtzeitigen Recherche, um alle Informationen über Formalitäten im Gastland und der Gasteinrichtung selbst einzuholen. Eine erste Entscheidung ist der Zeitpunkt des Aufenthalts. Sofern die Studienordnung keinen anderen Zeitraum für ein Praktikum vorschreibt, ist der Aufenthalt in der zweiten Studienhälfte empfehlenswert, kann aber prinzipiell flexibel in deinen Studienverlauf eingebaut werden. Für die Vorbereitung sollten bis zu 12 Monate einkalkuliert werden.

Informationsquellen

 

Wie finde ich eine Praktikumsstelle im Ausland?

Praktikumsplatzsuche

Besonderheiten bei Erasmus+ Praktika

  • Dein Praktikum muss in einem der Erasmus+ Programmländer stattfinden, das nicht das Wohnsitzland ist.
  • Du musst immatrikulierte*r Studierende*r der h_da sein und deinen Abschluss an der h_da anstreben. Studierende, die als Austauschstudierende an der h_da sind, können nicht an Erasmus+ Auslandsaufenthalten teilnehmen.
  • Mindestdauer: 2 Monate (60 Tage)
  • Maximaldauer: 12 Monate (360 Tage) oder dein verbleibendes Erasmus+ Kontingent bei vorheriger Erasmus+ Teilnahme im gleichen Studienzyklus
  • Dein Praktikum ist ein studienbezogenes Vollzeitpraktikum
  • Erasmus+ Praktika sind bereits ab dem ersten Semester möglich
  • Du benötigst mindestens eine Haftpflichtversicherung für die Schäden, die am Arbeitsplatz verursacht werden können, sowie eine Unfallversicherung für Schäden, die du am Arbeitsplatz erleiden könntest. Diese müssen jeweils für das europäische Ausland gültig sein 
  • Ein Erasmus+ Praktikum ist auch als Graduiertenpraktikum nach dem Abschluss möglich

 

Welche Einrichtungen kommen für Erasmus+ Praktika in Frage?

  • Aufnehmende Einrichtungen können Unternehmen, Forschungsinstitute, Hochschulen (Partner- oder Nicht-Partnerhochschulen), NGOs und internationale Organisationen sein.
  • Praktika an Erasmus+ Partnerhochschulen werden gegebenenfalls als Erasmus+ Studium mit einem „Learning Agreement for Studies“ gefördert, je nach Art und Inhalt des Praktikums.

 

Folgende Einrichtungen kommen für einen Praxisaufenthalt mit Erasmus+ nicht in Frage:

  • EU-Institutionen und andere EU-Einrichtungen einschließlich spezialisierter Agenturen und Einrichtungen, die EU-Programme verwalten (vollständige Liste). Dies soll Interessenskonflikte und Doppelförderung vermeiden.

Sprachkenntnisse

  • Du solltest über ausreichende Sprachkenntnisse in der Arbeitssprache der Gasteinrichtung verfügen.
  • Vor Praktikumsbeginn muss ein verpflichtender Sprachtest über das Online Linguistic Support (OLS) Portal der EU durchgeführt werden. Danach bietet das OLS Portal dir ggf. einen Online-Sprachkurs an, der dich vor und während des Praktikums unterstützen kann.
  • Bereite dich mit einem Sprachkurs auf den Auslandsaufenthalt vor.
  • Für einen vorgeschalteten Sprachkurs im Gastland kannst du zusätzlich bis zu 14 Tage vor deinem Aufenthalt die Erasmus+ Förderung von uns erhalten.

Erasmus+ Graduiertenpraktikum

Du hast die Chance verpasst, ein Erasmus+ Praktikum in das Studium einzubauen? Kein Problem! Das Erasmus+ Programm bietet dir die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum auch nach dem Abschluss durchzuführen. Grundsätzlich läuft ein Erasmus+ Graduiertenpraktikum ähnlich wie ein Erasmus+ Praktikum während des Studiums ab. Trotzdem gibt es einige Abweichungen, die das Graduiertenpraktikum unterscheidet, auch beim Bewerbungsprozess.

  • Das Praktikum darf erst nach Exmatrikulation beginnen. Es muss innerhalb eines Jahres nach Exmatrikulation begonnen und beendet werden.
  • Mindestdauer: 2 Monate
  • Maximaldauer: 12 Monate (oder dein verbleibendes Erasmus Kontingent)
  • Die Laufzeit des Praktikums wird auf das maximale Erasmus+ Kontingent von 12 Monaten des vorausgegangenen abgeschlossenen Studienabschlusses angerechnet.
    Bist du also beispielsweise Bachelorabsolvent*in und hast in diesem Studienzyklus bereits einen Studienaufenthalt von acht Monaten absolviert, bleiben vier Monate für ein Graduiertenpraktikum innerhalb des Erasmus+ Programms.

 

Versicherungsschutz

Mit einem Erasmus+ Mobilitätszuschuss ist kein Versicherungsschutz verbunden. Weder die EU-Kommission, der DAAD noch die Hochschule Darmstadt haften für Schäden, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigung von Sachen im Zusammenhang mit Erasmus+ Auslandsaufenthalten entstehen.

Du bist verpflichtet, dich ausreichend über die Erfordernisse und allgemeinen Umstände im Gastland zu informieren und für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen.

Für Auslandspraktika sind besondere Regelungen zur Krankenversicherung im Ausland zu beachten. Du solltest auf jeden Fall im Besitz einer europäischen Krankenversicherungskarte sein. Diese kostenlose Karte eröffnet den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen zu den gleichen Bedingungen und Kosten, die auch für die Bürger des jeweiligen Landes gelten. Weitere Informationen

Je nachdem, ob dein Praktikum bezahlt oder unbezahlt ist, ob du ein Praktikum während deines Studiums oder nach dem Abschluss (Graduiertenpraktikum) machst, reicht unter Umständen deine europäische Krankenversicherungskarte oder es kann gegebenenfalls ein obligatorischer Abschluss einer Krankenversicherung im Zielland notwendig sein. Erkundige dich am besten bei deiner deutschen Krankversicherung und lass dich dort ausführlich beraten.

 

Pflichtversicherungen für das Erasmus+ Praktikum:

  • Unfallversicherung für Schäden, die du am Arbeitsplatz erleiden könntest
  • Haftpflichtversicherung für die Schäden, die du am Arbeitsplatz verursachen könntest

 

Empfohlene Versicherungen für das Erasmus+ Praktikum:

  • Auslandskrankenversicherung (ggf. auf Pandemieschutz achten)
  • Reiseversicherung (einschließlich Rückführung aus dem Ausland)

 

Du hast die Möglichkeit, in die Gruppenversicherung des DAAD aufgenommen zu werden, die einen umfassenden Versicherungsschutz bietet.

Versicherungskosten kannst du aus dem Erasmus+ Mobilitätszuschuss finanzieren, es erfolgt jedoch keine direkte Kostenübernahme durch das Erasmus+ Programm.